Diabetes

Ketonmessung! Messung via Urin oder doch lieber Blut? Hier meine Meinung und Empfehlung

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Lange quäle ich mich schon in diversen Facebookgruppen mit diesem Thema ab und auch, ob ich darüber ein wenig was hier veröffentlichen soll oder einfach nicht. Aber ich tu es einfach mal, auch wenn die Gefahr besteht, das ich einen wunden Punkt bei einigen treffe.

Viele Schulungen und auch die Lehrbücher sind auf die Ketonmessung per Urin ausgelegt. Nun, ab wann sollte man auch Ketone messen? Der Nierenschwellenwert liegt bei ca. 180 mg/dl (10.0 mmol/L). Erst ab diesem Wert wird überschüssige Glukose über den Urin ausgeschieden. Ketone fangen sich auch da dann an zu bilden. Der Körper braucht halt Energie und ohne Insulin kann der Körper nunmal keine Glukose in die Zellen befördern (der Schlüssel der die Zellen öffnet).
Nun aber zu dem Grund von diesem Beitrag. Diese bösen Ketone…die das Blut auch so zum übersäuern bringt und man auch ne Ladung mehr Insulin braucht und auch mehr und mehr trinken sollte.
Viele gehen ja davon aus, das die sicherste und aussagekräftigste Methode zur Bestimmung der Ketone diese netten “Pinkelstreifen” sind. Ich muss sagen, ich habe bis vor ein paar Jahren auch noch diese genutzt. Da ich dann aber nach einer anstehenden und überstandenen Ketose sich das Testfeld trotzdem in ein extrem dunkeles Lila gefärbt hatte, begann ich mir eine Alternative zu suchen. Diese fand ich in einem neuen Testgerät: Dem GlucoMen LX+
Schönes griffiges Teilchen. Misst neben dem Blutzucker auch die Ketone im Blut. Und damit habe ich meine Alternative sofort ins Herz geschlossen. BZ zu hoch? Kommt gleich ne bitte der Ketonmessung. Die blutige Messung ist halt aktueller und somit auch genauer um gegen eine drohende Ketoazidose gegenzuwirken. Für die Urinmessung spricht folgendes gegen (gerade auch bei kleinen Kindern):
– Es muss viel getrunken werden, damit die Ketone aus den Nieren in Richtung Blase ausgespült werden.
– Urinmessung hinkt i.d.R. bis zu 30 Minuten hinterher.

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So jetzt mal folgendes Szenario auch im Bezug auf kleine Erfahrung weiter oben:
Ihr messt am vorabend…habt fast durchgehend um die 300 mg/dl (16.7 mmol/L), die Urinstreifen sagen dauernd ++/+++, der Zucker ist dann vorm schlafen gehen dann wieder im Normalbereich und ihr macht nichts weiter.
Am nächsten morgen ist euer BZ immer noch in Ordnung, aber ihr denkt euch “och machen wir mal n weiteren Ketontest”. Dieser fällt dann, wie die ganzen Tests vorher mit mindestens einem ++ aus.
Was nun? Panik bricht aus…es wird nach Erklärungen gesucht…das Insulinreservoir bzw die Penkartuschen werden panische gewechselt…und alles wird auf den Diabetes bzw auf “schlechtgewordenes Insulin” geschoben.
DEM ist aber zu 100% nicht der Fall. Man hat einfach nur noch Restketone im Körper und zu wenig getrunken. Versucht dies aber nunmal bei eurem Kind. Da klappt das einfach nicht mit den ca 1 Liter pro Stunde.
Nun lese ich dann oft immer wieder, das der Arzt einem die Urinstreifen verschreibt aber nicht die Blutketonstreifen. Hier der Rat: Besteht dadrauf, wenn eure Messgerät es auch kann.
Derzeit sind mir nur 3 Geräte bekannt. Das o.g. GlucoMen LX+, das Freestyle Preccison Neo und das Freestyle Libre

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Ich möchte euch hiermit keinesfalls vom altgewohnten wegbringen, dafür eine aus meiner Sicht besseren Weg zeigen, wie man im Falle eines Falles “arbeiten” sollte und auch somit ein Umdenken einleiten.
Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt es in den Kommentaren. Kritiken sind natürlich auch erlaubt 😉

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error: Ah Ah Ah!!! Du hast das Zauberwort nicht gesagt

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